Auszug aus: Das Kind in uns – warum unsere Kindheit uns ein Leben lang prägt (Teil 1)
„Innere Kind Arbeit“ – ein Thema, welches in den letzten Jahren bestimmt jedem von uns mehrfach begegnet ist. Doch was bedeutet es eigentlich?
Ich habe oft das Gefühl, diese Bezeichnung wird gerne im Coaching- & Mentoring- Sektor genutzt. Oft auch im spirituellen Bereich. Alle sprechen sie davon, dass man sein „Inneres Kind“ annehmen, umarmen soll. Auch Gespräche mit dem Inneren Kind werden gerne empfohlen. Es geht meist um Transformation und Auflösung von „Trauma“ und unbewussten Glaubenssätzen und Verhaltensmustern. Für jemanden, der damit noch nie in Berührung kam, klingt es anfangs vielleicht unglaubwürdig, zu esoterisch und viele Menschen sind skeptisch.
Dann gibt es noch Menschen, zu denen ich mich zähle, die sich das Ganze anhören und es ausprobieren. Was kann denn schon schief gehen? Im besten Fall spürt man einen Unterschied und im schlimmsten Fall hat es keinerlei Auswirkungen.
Ich hatte und habe viele Berührungspunkte mit Spiritualität aber auch mit Pädagogik – und ich kann eins sagen. Nennen kann man es wie man möchte, ob energetisch, spirituell, esoterisch oder aber psychologisch, pädagogisch – die Kernaussagen decken sich. Innere Kind Arbeit bedeutet, sich mit der eigenen Persönlichkeit und Vergangenheit auseinander zu setzen und zu reflektieren.
Hinter jedem Verhaltensmuster und jedem Gedanken über uns selbst (Glaubenssätze) stecken Erfahrungen und Prägungen. Aus diesen Heraus haben sich Charakterzüge und Persönlichkeit entwickelt. Und je nach dem, welche Persönlichkeitsmerkmale man von Natur aus mitbringt, haben dieselben Erfahrungen andere Auswirkungen.
Ein eher schüchternes und unsicheres Kind nimmt andere Signale wahr als ein extrovertiertes und selbstsicheres Kind.
Ein Beispiel aus dem Alltag:
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